Vorgeschichte – wie wurde ich ausgebildet?

Bevor ich bei meiner jetzigen Firma angefangen habe zu arbeiten, habe ich eine Ausbildung zur Mediengestalterin gemacht. Diese lief ganz altmodisch ab. Jeden morgen um sieben Uhr anfangen, arbeiten, arbeiten, arbeiten und dann am Nachmittag fuhr ich nach Hause. Eine schöne Zeit war das in keinem Fall. Es war anstrengend, hat oft keinen Spaß gemacht und das Klima war auch nicht bombastisch. Die Art, dass jemand mir etwas beibringen durfte, wenn er es besser konnte als ich, konnte und sollte nie umgesetzt werden. Das wollte unsere Ausbilderin nicht. So konnte ein ähnliches „Mentoring“ überhaupt nie stattfinden bis auf den Austausch mit meiner Ausbilderin.

Das Mentoring – der Anfang

In meiner jetzigen Firma wurde ich super gut aufgenommen. Durch meine zugeteilte Mentorin konnte ich wenigstens einen Menschen erstmal gut kennenlernen. Sie hat mich ins Team reingeführt, mir vor allem aber auch arbeitstechnische Sicherheit und Knowhow gelehrt. Das war sehr wichtig und nur so kann ich bis heute zeigen, dass ich meine gelernten Fähigkeiten selber noch ausbauen und anwenden kann.

Was macht das Mentoring mit dem Klima in der Firma?

Das Klima ist sehr viel lockerer und es macht unglaublich viel Spaß. Wenn ich mir unsicher war wer der Ansprechpartner für mein Anliegen ist, habe ich sie gefragt und bis heute kann ich sagen, dass es super ist so in die Firma zu finden. Ich bin jetzt schon seit über einem Jahr hier und selbst wenn ich heute noch Fragen habe, dann beantwortet sie sie mir geduldig. Durch das Mentoring lernt man andere Mentoren in der Firma, aber auch Mentees kennen. Wenn man sich also als „Neue“ nicht wirklich zurechtfindet, die anderen Mentees helfen einem insofern der Mentor mal nicht kann. Das Gute ist, dass eben auch andere Mentoren einem bei Abwesenheit des eigenen, die Vertretung machen können. Man ist also niemals allein und kann sich an niemanden wenden.

Was braucht es um ein guter Mentor zu sein?

In jedem Fall brauch der Mentor ein gutes Gespür dafür wie man als Mentee gestrickt ist. Welche Kenntnisse man inwieweit schon hat, wo man seinen Mentee noch mehr unterstützen müsste und man sollte eine persönliche Beziehung aufbauen. Es wäre schade, wenn man mit seinem Mentor überhaupt nicht klarkommt, weil dieser sich nicht auf die eigene Persönlichkeit einlassen kann. Natürlich sollte der Mentor auch früh genug Freiheiten lassen, wenn man merkt, dass der Mentee diese Aufgaben schon allein bewältigen kann. Auch für weitere Aufgaben sollte der Mentor sich nicht lumpen lassen beim Vorgesetzten außerordentliche Fähigkeiten anzusprechen und diese auch bei diesem und nicht nur beim Mentee zu loben.

Mentoring hilft bei wandelnder Arbeitswelt

Mentoring kann jedem Neuling sowie auch schon ein wenig erfahrenen Mitarbeiter helfen, da dies ein dauernder Austausch mit den verschiedensten Menschen ist. Es ist egal ob in verschiedenen Aufgabenbereichen, in der unmittelbaren Umgebung während der Arbeit oder beim Essen. Ich habe so vieles auch während der Mittagspausen austauschen können und für meine Arbeit mitnehmen können, um diese zu optimieren. Toll sind auch die Angebote, die man beim Mentoring anbieten kann. So halten andere Mentoren vielleicht Workshops, die sie selbst mit anderen Mentoren mit Inhalten gefüllt haben. Im gesamten Mentoringprogramm oder auch Traineeprogramm können beispielsweise auch Expertenvorträge von Externen angeboten werden. Selbst die Alteingesessenen können immer noch etwas mitnehmen und aus dem Wissen des Externen lernen können.

Nachhaltiges Wissen, yes

Wie ich schon schrieb, werden eben all diese Angebote bei uns auch gemacht. Es ist nicht nur für uns Mentees wichtig, sondern auch alle Juniors und Seniors würden hierbei immer noch lernen. Das Gute ist, dass jeder Mensch Inhalte anders verpacken und man so auch Inspiration bekommen kann, selbst wenn man das Wissen schon längst hat. Wir können uns nicht alles merken, aber durch solchen Wissensaustausch können wir unseren Horizont erweitern. Ich kann mir heute nicht mehr vorstellen, dass ich jemals ein anderes „Wissens-Austausch-Modell“ haben möchte in einer Firma. Für mich ist es unverzichtbar. Immer wieder interessant wie viel man aus eigener Vergangenheit doch in das Wissen mit einbringen kann.


Dieser Artikel entstand dadurch, dass ich bei der Blogparade mitgemacht habe mit dem Thema „Mentoring in Deutschland“. Hier ist der Ausgangsartikel, bei dem andere bis 31. Oktober 2017 noch mitmachen können.

Wie ist eure Erfahrung mit Mentoring? Habt ihr welche oder habt ihr auch die altmodische Art ausgebildet/eingearbeitet zu werden?

Saso

Saso

Ich bin Saso, liebe die Natur, meine Haustiere und wohne in Berlin. Ich blogge über alles, was mir in den Kopf kommt. Gern könnt ihr auf About us klicken, da erfahrt ihr mehr über mich und meiner besseren Hälfte.
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