Mit der Achtsamkeit geht auch die Ernährung einher und wir können unserem Körper etwas Gutes tun. Wenn ich jetzt wieder darüber nachdenke, dass früher für mich „dem Körper etwas Gutes tun“ hieß, dass ich verzichten muss, machte dieses ganze Thema schon gar keinen Spaß mehr. Die Essgewohnheiten und das Thema Ernährung ist ein heikles Thema, das man unbedingt aufdröseln muss. Es stecken in unseren Gedanken und Essgewohnheiten viele versteckte Motivationen oder auch Ängste. Das möchte ich euch einmal näher erläutern und helfen wie ihr besser abnehmen könnt, ausgewogener esst oder ein ganz anderen Blick auf das Thema Essen mitnehmt. Am Ende findest du eine wichtige Aufgabe, die du für dich beantwortest und Notizen machst.

Achtsamkeit und Ernährung und damit abnehmen und gesünder leben

Bewusstwerden des Thema Essen in der Vergangenheit

Die Kindheit prägt uns Menschen, da wir in der Kindheit und auch Jugend von unserem Umfeld auf das Leben vorbereitet werden. Wir bekommen Regeln beigebracht, die uns in die Gesellschaft fügen sollen. Dies können aber eben auch Dinge sein, die aus nur einer schlechten Erfahrung heraus an uns weitergegeben werden kann. So werden uns negative Glaubenssätze eingebläut, die uns im späteren Leben sogar hindern können und/oder schaden.

Ernährungsmuster – Mund halten oder reden?

Bei mir in der Kindheit wurde von meiner Mutter geprägt, dass wir beim Essen auch reden können und das Beisammensein als eine Art Treffen zum Austauschen gedacht ist. Ich fand das immer schön und niemals störend. Dabei gab es aber auch andere in meinem Umfeld, die das Reden explizit nicht mochten. Da hieß auch, dass da zwei Welten an einem Tisch saßen, die ziemlich frustriert vom jeweils anderen war. Der eine wollte reden, der andere nicht. Daher ist bei mir die Prägung, dass ich heute immer nachfrage, ob es denn ok ist zu reden dabei. Heißt für mich: Ich wurde eher verunsichert mit meinem Umfeld am Tisch zu reden oder eben nicht, als dass mir eine klare und eindeutige Regel beigebracht wurde. Aber das Positive daran ist, dass ich beide Seiten kenne.

Muster der Ernährung – Aufessen! Einteilen!

Auch hatte ich Erfahrungen damit gemacht, dass mir als Kind gesagt wurde, dass es schlecht sei nicht aufzuessen. Dabei hatte ich viel zu viel Essen auf meinem Teller und schaffte es wirklich nicht! Ein Glück hatten mich meine Eltern immer davor beschützt, dass mir irgendjemand das Essen aufzwingen konnte. Sonst würde ich mich wahrscheinlich bis heute überfressen ohne Ende.

Glaubenssätze in der Ernährung – Abnehmen funktioniert

Genau das ist es, was das Abnehmen leichter macht! Mit Ernährung abnehmen geht eben auch so, indem einem klar wird, ob man in der Vergangenheit immer aufessen musste oder nicht. Wenn doch: Dann mach dir das nächste Mal einfach weniger auf den Teller oder kauf dir kleinere Teller (ja, der Trick funktioniert sogar super!), dann kommt es gar nicht dazu dich a) zu überfressen, b) nicht satt zu werden und c) hast du sogar aufgegessen.

kleinerer Teller hilft beim Abnehmen

Nähre weder deine Emotionen noch deine soziale Anpassung.

Emotionsbefriedigung mit Essen

Wenn es uns schlecht geht, essen wir oftmals viel mehr und sogar am liebsten etwas, dass unser Serotoninspiegel erhöht. Ein hoher Kohlenhydratgehalt stimuliert die Serotoninbildung im Gehirn, weshalb wir uns auch anfangen ungesünder zu ernähren. Oftmals essen wir dann nicht gesunde Kohlenhydrate in einer geeigneten Menge, damit wir satt werden, sondern genau die, die schnell ins Blut übergehen, viel zu leicht zu verdauen sind und uns schneller wieder Hunger haben lassen. Nudeln, allgemein Süßigkeiten, Laugengebäck, … die Liste kann ewig weitergeführt werden. Wichtig ist dabei, dass wir uns etwas Gutes tun, indem wir es attraktiv geschmackvoll machen, aber eben auch sehr sättigend. Gute Gewürze dafür sind Zimt und Kurkuma. Zimt senkt den Blutzuckerspiegel und Kurkuma ist sehr schmackhaft, macht einen leichten orientalischen Geschmack und ist super gesund für unseren Körper. Hier schrieb ich euch, was Kurkuma alles so kann.

Menge an Kurkumapulver

Schwerer aufzuspaltene mehrkettige Kohlenhydrate

Um nicht dem Heißhunger zu verfallen oder Fressattacken zu haben, brauchen wir mehrkettige Kohlenhydrate. Diese halten den Blutzuckerspiegel konstanter und helfen uns auch dabei in Maßen gegessen, abzunehmen. Es bringt uns nämlich nichts einen kurzen „Kick“ zu haben und uns alles hineinzustopfen. Um eine gute Basis zu schaffen, nehme ich mir immer eine Zutat von diesen und mach mir dazu verschiedenes Gemüse oder Obst:

  • Vollkornprodukte wie Vollkornnudeln
  • Reis
  • Kartoffeln

Wunsch der Zugehörigkeit durch Ernährung

Ich las mal ein Buch, in dem stand das sehr gut erklärt. Ernährung ist seit der Steinzeit schon ein gemeinsames „Event“ gewesen, dass Zugehörigkeit symbolisiert. Im letzten Jahr hatte ich gemerkt, dass ich nichts mehr essen kann, das bläht, weil ich sonst unter Bauchkrämpfen die Nacht durchweg wach dalag. Bedeutet auch für mich, dass ich keine Sprudelgetränke mehr jeglicher Art trinken kann, da ich sonst sehr drunter leiden muss. Da wäre ich also ab jetzt eine gewisse „Randgruppe“, denn wenn jeder Cola trinkt oder mindestens Sprudelwasser, bin ich die, die immer stilles Mineralwasser trinkt. (übrigens auch eine gute Sache, da ich dadurch abnehmen kann) Wir müssen uns also klarmachen, ob das was wir jetzt zu uns nehmen, egal ob es ein Gericht oder ein Getränk ist (ja, auch Alkohol gehört dazu), nur tun weil es alle anderen machen und wir uns „anpassen“ oder ob wir das selbst jetzt einfach gern zu uns nehmen möchten.

Achtsamkeit erlernen und Bewusstsein zum Essen leichter abnehmen und gesundes Gewicht erlangen

Nähre nicht deine soziale Anpassung

Im letzten Jahr wollte ich einen Freund treffen, der mir sagte, ob wir essen gehen wollen. Das letzte aß ich vor 18 Uhr und dann war Schluss. Ich musste ihm also sagen, dass das nicht ginge, was wiederrum ein weggebrochenes „Event“ war. Und damit fängt es oft an, dass man sich als eine Art „Spaßverderber“ fühlt. Aber ganz ehrlich? Das ist keiner von uns. Wenn wir keinen Alkohol trinken, dann ist das auch richtig. Wenn wir nur Wasser trinken, weil alles andere nicht geht, ist das richtig. Richtig ist individuell auf jeden Menschen anpassbar! Also nähre nicht deine soziale Anpassung, wenn DU etwas nicht möchtest und/oder dir nur damit schaden würdest. Du gehörst auch dazu, wenn du eben nicht dies oder jenes isst oder trinkst. Ganz einfach. Überprüfe das einmal, ob du dich sozial anpasst oder nicht. Je nachdem kannst du dir bewusst werden, was genau bei dir abläuft und was du nicht mehr möchtest oder anders machen willst. Achte mehr auf dich!

Achtsamkeit ist, wenn man seine Gedanken nicht ohne Aufsicht spazieren gehen lässt.

Mit Ernährung abnehmen und Bewusstsein und Achtsamkeit erlernen

Aufgabe – Thema Essen in der Vergangenheit, Gegenwart, Familie, Freunde

Schreibe einmal auf wie das gemeinsame Essen für dich in der Kindheit war. Für dich allein, mit der Familie und mit Freunden. Wie ist die Ernährung für dich im Hier und Jetzt? Bestrafst du dich manchmal, wenn du in gewisse Mustern reinfällst oder einen „Ausrutscher“ hast? Machst du strikte Diäten? Wenn ja, warum? Wann merkst du, dass du in gewisse „Ausrutschmuster“ fällst? Bei mir wäre das beispielsweise, wenn ich viel Stress habe. Schreibe dann bitte genau auf, was stresst dich genau? Mache es so detailliert wie möglich, um dich besser kennenzulernen. Damit du dich vorher schon abfangen kannst und dir etwas Gutes tust, um eben nicht dort hinein zu rutschen.

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Sarah